Irene Karstens
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Wenn ich zufrieden bin, darf es leben
http://www.ovb-online.de/ muehldorf/waldkraiburg Do-Weihnachtsabend 24.12.2015
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Montag, 28.12.2015

Sie ist fast 80 Jahre alt und will ihr Wissen weitergeben: Irene Karstens.
Die erfahrene Wachskünstlerin mit der außergewöhnlich ruhigen Hand verrät in ihrem Atelier,
in dem Wachskindl und Engel entstehen, bisher gut gehütete Geheimnisse

Sie ist fast 80 Jahre alt und will ihr Wissen weitergeben: Irene Karstens. Die erfahrene Wachskünstlerin mit der außergewöhnlich ruhigen Hand verrät in ihrem Atelier, in dem Wachskindl und Engel entstehen, bisher gut gehütete Geheimnisse.

Im Atelier: Irene Karstens hat ihren Küchentisch umfunktioniert und arbeitet konzentriert an kleinen Wachsengeln, die man an den Christbaum hängen kann. Im Bild rechts oben zeigt sie ihre Riegelhaube, die sie 1985 gefertigt hat. Hunderte von Stunden habe sie in die Haube gesteckt, die Teil des „Münchner Gwands“ ist. Im Bild darunter sieht man ihre ruhige Hand: Sie schneidet an einem Wachsköpfchen die Augenhöhlen aus und setzt anschließend die Glasaugen ein. kla © OVB

Aschau – Irene Karstens sitzt an ihrem Küchentisch, den sie als Atelier nutzt. Sie ist konzentriert auf die Miniatur-Engel aus Wachs, kleine Christbaumanhänger, die ein Gesichtchen, Haare und weiße Federn an den Flügeln bekommen. Die Details sind ihr wichtig.

Die Wachskünstlerin zeigt, wie sie einem Jesukindlein die Glasaugen einsetzt. Dazu schneidet sie den Hinterkopf mit einem Skalpell auf – wie bei einer Operation. Mit einem Butterlöffel kratzt sie die Augenpartie von hinten her vorsichtig aus. „Damit das Lid schön aussieht, muss das Wachs an dieser Stelle auf einen Millimeter ausgedünnt werden, ohne dass es bricht“, erklärt die Aschauerin. Sie setzt die Glasaugen ein und träufelt heißes flüssiges Wachs mit einer Art Lötkolben auf die kleinen Kügelchen, damit sie sitzen. Sie hebt das Gesichtchen des Rohlings gegen das Licht und betrachtet die Augen, sie müssen auf einer Höhe sein.

Ihr Wissen gibt sie seit den 60ern in Kursen weiter, bis aus Meran und Wien kamen die Teilnehmer zu ihrem letzten VHS-Kurs im Oktober in Waldkraiburg.

„Jetzt bin ich langsam zu alt, mein Rücken spielt nicht mehr mit, wenn ich so lange an einer Figur sitze“, sagt sie mit Bedauern. Allein zwei Tage tüftelt sie daran, den richtigen Hautton zu mischen. Wenn sie eine Wachsfigur restauriert, muss sie da besonders genau arbeiten. Das Mischen sei kompliziert, denn sobald die Farbe trocknet, verändert sich der Ton wieder. Sie sei Perfektionistin, wenn ihr was nicht passe, schmelze sie es auch fünfmal ein und mache es neu.

„Erst wenn ich zufrieden bin, darf es leben“, sagt sie schmunzelnd. Auch das Wachs mischt sie selbst. Sie nimmt „was besseres als Kerzenwachs“, in einem elfenbeinfarbenen Ton. „Mein Wachs hat eine bessere Konsistenz, ich tue noch gebleichtes Bienenwachs rein und eine Kirchenkerze, weil ich gläubig bin.“

Irene Karstens sagt von sich, sie arbeite noch wie die alten Meister. Arme, Beine oder Köpfe modelliert sie teilweise selbst oder macht Silikon-Abgüsse von antiken Figuren.

Ihre künstlerischen Talente konnte sie bereits in ihrer Kindheit ausprägen. „Im Unterricht hab ich dauernd gezeichnet, dafür hatte ich in Erdkunde einen Fünfer“, lacht sie. In ihrer Kindheit sei sie schwer krank gewesen, das Zeichnen und der Glaube an Gott haben ihr Kraft gegeben. Als junge Erwachsene belegte sie Mal- und Modellierkurse bei Professor Maximilian Hüttisch in München.

Die gelernte und geprüfte Zeichnerin für Elektrotechnik – „eine sehr trockene Materie“ – skizziert aus dem Kopf und ist handwerklich begabt, sogar das Schreinern hat sie sich selbst beigebracht. Und sie sang gern und viel, etwa im Opernchor von Immling.

„Ich bin eine künstlerische Seele“, sagt sie lächelnd. Und Autodidaktin. Die Wachskunst aber auch das Goldsticken, das man von den Fatschenkindln kennt, hat sie sich selbst beigebracht und so perfektioniert, dass sie Kurse für das Referat für Volkskultur gab – auch für Klosterarbeiten. Ihre Inspiration holte sie sich in Kirchen, Museen und Schlössern, oder „drückte sich bei Beck am Rathauseck die Nase am Schaufenster platt“. Stets bestärkt habe sie ihr inzwischen verstorbener Mann, Dr. Karsten Karstens, der als vorderasiatischer Archäologe arbeitete.

Stolz ist sie auch auf ihre handgefertigte Riegelhaube und holt sie aus der Vitrine. In den 80er-Jahren hat sie zwei Jahre an der richtigen Stickmethode getüftelt. Verwendet wird eine Kantille, ein ganz feiner Faden, der sich bei genauerem Hinsehen als noch feinere Drahtspirale entpuppt.

Um ihn überhaupt ins winzige Nadelöhr zu bringen, wird das Ende plattgedrückt und in flüssiges Wachs getaucht. „Der Faden ist tückisch und franselt gerne auseinander“, so Karstens. Die zierliche Arbeit damit sei eine „Fieselei, bei der man halbert wahnsinnig wird“.

Die ältere Dame hat vor rund 30 Jahren mit ihrem Können an der Trachtenausstellung im Rathaus in München mitgewirkt. Ihr Vorbild für die Riegelhaube war das Modell, das Helene Sedelmayer zu Zeiten Ludwigs I. trug. Deren Bildnis hängt in der Schönheitengalerie in Schloss Nymphenburg.

Kartens studierte das Häubchen, das die Frauen am Hinterkopf trugen – und auch die Kleidung, das „Münchner Gwand“ aus der Zeit 1800 bis 1850. Und es reifte die Idee, diese Tracht wieder hochleben zu lassen. Sie recherchierte, studierte alte Gemälde, ist mit der Volkskundlerin Dr. Gislind Ritz und dem Bezirksheimatpfleger Stefan Hirsch in Museen „rumgestiegen“, um die strengen Kriterien der Tracht herauszufinden. „Tracht soll aber keine Uniform sein. Jede Frau darf ihren eigenen Stoff tragen damit das Ganze lebendig bleibt.“

Sie rief den Verein „Die schöne Münchnerin“ ins Leben. Die Frauen trugen das „Münchner Gwand“, gingen damit in die Oper oder liefen beim Oktoberfesteinzug oder beim Münchner Stadtgründungsfest mit. Den Verein gibt es heute noch.

Heute macht sie nur noch Wachskindl. Für die Kirche von Aschau-Werk hat sie vor ein paar Jahren das kaputte Jesulein restauriert, das an Heiligabend in der Krippe liegt. Und eines ihrer liebevoll gestalteten Fatschenkindl hat sein Platzerl im erzbischöflichen Ordinariat gefunden. Wenn sie von ihrer Leidenschaft erzählt, strahlt sie. „Wichtig ist, dass man einen guten Geschmack hat, sonst haben die Stücke kein Gesicht.“

Kontakt: Irene Karstens, Tel. 08638/8842966

Irene Karstens nahm als älteste Teilnehmerin als Ehrengast teil
und gewann mit dem ersten Platz

Vorgetragene Werke
1. Gedicht über Partnersuche im Alter: in voller Länge im youtube-Video
Als Zugabe kurz vor der Siegerehrung

Märchen: Die Sternstunde von Dela

Kontakt: Irene Karstens, Tel. 08638/8842966

Poetry-Slam: die 79-jährige Irene Karstens dichtet über Partnersuche im Alter
www.innsalzach24.de Waldkraiburg/Aschhau
Freitag, 02.10.2015

Siegerin beim Poetry Slam - Aschau

Poetry Slam-Gewinnerin Irene Karstens mit den Blumen, die sie für den Sieg erhalten hat. © bla

Die 79-jährige Irene Karstens aus Aschau hat überraschend den Waldkraiburger Poetry Slam gewonnen - mit einem bissigen Gedicht über Partnersuche im Alter.

Nein, Irene Karstens ist nicht unbedingt die typische Siegerin eines Poetry Slams. Mit ihren 79 Jahren gehört sie nicht zur klassischen Zielgruppe derartiger Gedichtwettbewerbe. Passenderweise war der Veranstalter des Poetry Slams in Waldkraiburg der Kreisjugendring. Doch auch wenn Karstens der Begriff "Poetry Slam" nicht gerade leicht über die Lippen geht - was zählt ist, dass sie ihn gewonnen hat.

"Er hat wohl den Blick in den Spiegel versäumt"

Ihr Siegerbeitrag ist ein Gedicht über Dating im Alter. In "Die Partnersuche" zeichnet Karstens ein eher ernüchterndes Bild: "Du triffst dich mit ihm im Kaffee // Es fährt dir in die Glieder, oh je // Er hat wohl den Blick in den Spiegel versäumt // Und glaubt, er sei der, von dem eine Frau träumt"

Mit ihrer nüchternen Sicht auf die Dinge hat Karstens in Waldkraiburg das Publikum begeistert. Mit ihrem Sieg gerechnet hat die 79-Jährige aber nicht. "Die anderen haben sehr gute Gedichte vorgetragen. Das ich dann gewinne, das hätte ich nicht erwartet", erzählt Karstens.

Das Gedicht in voller Länge im Video

Nach dem Tod des Mannes mit dem Schreiben begonnen

Für Kunst interessiert habe sie sich eigentlich schon immer, sagt die 79-Jährige. Früher habe sie im Chor gesungen und bis heute mache sie Wachsfiguren. Mit dem Schreiben hat Karstens so richtig erst nach dem Tod ihres Mannes vor zwei Jahren angefangen. Ihr Mann Karsten Karstens war als Vorderasiatischer Archäologe beruflich im Irak und in Syrien. 251 Briefe hat Irene damals ihrem Mann geschrieben. Nach dessen Tod hat sie alle aus dem Keller geholt, durchgearbeitet und im Buch "Sehnsucht" veröffentlicht.

Das schreibe hilft der 79-Jährigen, mit dem Verlust ihres Mannes umzugehen. "Den habe ich mehr geliebt als mich selber. Der war mein Leben, dem gehört immer noch mein ganzes Herz." Mit der "Partnersuche", die sie in ihrem Gedicht beschreibt, hat Karstens tatsächlich selbst Erfahrungen gemacht. Über eine Annonce habe sie nach Bekanntschaften gesucht, egal ob Mann oder Frau, einfach nur zur gemeinsamen Freizeitgestaltung. Wie erfolgreich sie damit war, beschreibt am besten ihr Gedicht:

"Er besitzt ein Auto, ein Haus und einen Garten // Es stellt sich heraus: Er sucht eine Putzfrau und jemanden den Rasen zu warten //Nebenbei noch was Liebes für einsame Stunden // Nein danke, ich dreh lieber allein meine Runden"

Titelverteidigung nächstes Jahr?

Auch wenn die Suche nach einer Freizeitbegleitung also eher mäßig erfolgreich war, hat sie Irene Karstens immerhin ein Gedicht beschert, mit dem sie den Poetry Slam gewonnen hat. Eine Wiederholung im nächsten Jahr? Nicht ausgeschlossen. "Der Geist wäre noch ganz richtig, nur die Knochen, die knacken."

Kontakt: Irene Karstens, Tel. 08638/8842966


Wenn Alleinsein zur Qual wird
OVB-online
Mühldorf 11.07.2015


Ein großes Vergissmeinnicht als Anstecker könnte signalisieren: Ich will Kontakt. Irene Karstens will damit Menschen helfen, die zum Beispiel in einem Café sitzen und auf einen Gesprächspartner warten. Foto hon
© OVB

Wie viele Menschen im Alter tatsächlich einsam sind, ist ungewiss. Sicher ist aber: Wen es trifft, trifft es oft mit voller Wucht.

Mühldorf/Aschau - Das Schicksal, unter dem Irene Karstens so stark leidet, heißt Einsamkeit, Alleinsein. Sie spürt es, seit ihr Mann nach 15 Jahren Pflege starb. Seitdem? "Jetzt bin ich allein." Schmerzhaft bewusst wird das der 79-jährige Aschauerin besonders dann, wenn sie ausgeht, sich ins Restaurant oder Café setzt. "Es ist niemand da, der einen anspricht." Oder: "Es ist niemand da, der sich zu einem setzt." Man esse, man trinke, man zahle und gehe nach Hause. Das Wort Einsamkeit kommt Irene Karstens leicht über die Lippen, es beschreibt das Lebensgefühl, dass sie seit dem Tod ihres Mannes in sich trägt.

Wie viele alte Menschen das Lebensgefühl der Aschauerin teilen, ist nicht gesichert. Das Deusche Zentrum für Altersfragen geht davon aus, dass bis zu 70 Prozent der Senioren "gering einsam" sind, etwa sieben Prozent "hoch einsam". Dabei seien Frauen stärker betroffen als Männer, weil sie ihre Ehepartner häufiger überleben.

Michael Tress ist Altenseelsorger im Landkreis und weiß, dass man Menschen Einsamkeit nicht ansieht. "Das macht es so schwer, Einsamkeit zu erkennen. Vieles läuft im Verborgenen." Dabei geht er ähnlich wie die Studie des Deuschen Zentrums für Altersfragen davon aus, dass nur ein kleiner Teil sehr einsam ist. Die anderen haben nach seiner Einschätzung zumindest auf dem Land mit seinen relativ intakten sozialen Strukturen ausreichend Kontakte. Es ist nach seiner Erfahrung aber auch klar: "Die, die es trifft, leiden große Not."

Diese Not lässt sich nicht so einfach beseitigen, sagt Tress. Natürlich gingen einsame Menschen beispielsweise zum Einkaufen, die dabei entstehenden Begegnungen seien aber nur oberflächlich und nicht befriedigend.

Eine Erfahrung, die Karstens bestätigt. Sie hat viele Kontakte durch ihre Tätigkeit als Künstlerin, die Fatschenkinder restauriert oder herstellt, sie ist Mitglied im Sängerbund. Doch diese Kontakte reichen ihr nicht: "Ich brauche mehr", sagt sie, nach der Chorprobe geht sie nach Hause.

Altenseelsorger Tress weiß: "Leute vereinsamen, obwohl sie gut eingebunden sind." Seniorenclubs sind eine gute Anlaufstelle für viele, für andere aber ersetzen sie das vertraute und geliebte Umfeld nicht. Das existiert nicht mehr, neue, tragfähige Kontakte sind schwer zu knüpfen. "Viele sehen wenig Möglichkeiten, etwas für sich zu ändern." Die Ansprüche sind oft hoch, wie bei Irene Karstens, die alle Beziehungen, jedes Gespräch an ihren Erlebnissen mit ihrem Mann misst. Am Ende bleibt sie allein. Tress nennt das die "Dynamik der Einsamkeit", das Gegensteuern fällt schwer. "Einsame suchen etwas, das ihnen entspricht, wagen aber oft nicht den Schritt, auf andere zu."

Gleichzeitig bezweifelt er, dass die Gesellschaft das Phänomen wirklich wahrnimmt: "Wir brauchen da ein sehr waches Bewusstsein, es ist wichtig, den Blick auf die zu lenken, die einsam sind." Tress will das Thema deshalb mit seinem Seniorenreferenten besprechen, damit es stärker ins Bewusstsein kommt.

Das will auch Irene Karstens tun, sie will mit einem Zeichen den Blick auf sich ziehen. Ein Anstecker mit einem Vergissmeinnicht soll signalisieren: "Ich möchte angesprochen werden." Karstens Hoffnung ist es, dass sich der Anstecker durchsetzt und sich Menschen dadurch erkennen, "sie sozusagen einen Vergissmeinnicht-Club der Einsamen bilden".

Wer Interesse an den Vergissmeinnicht hat, kannt mit Irene Karstens Kontakt aufnehmen. Sie ist erreichbar unter 08638/8842966. hon

Kontakt: Irene Karstens, Tel. 08638/8842966


Dichterlesung
Café Wiesengrund, Schillerstr. 32,
84544 Aschau am In
Samstag, 15.11.2014 - 18:00 Uhr

Irene Karstens las aus ihren drei Büchern
Regio Event.de und OVB online

"Sehnsucht - Tagebuch einer ungewöhnlichen Liebe" - "Wie’s war - Kindheitserinnerungen" - "Der Hauptgewinn - Fünfzehn Jahre Ehe mit einem Schizophrenen" "Sehnsucht" enthält interessante Reiseberichte vom Irak und aus Syrien und viele unterhaltsame und lustige Geschichten - auch aus Bayern. Das Buch besteht aus der Abschrift des Original-briefwechsels des vorderasiatischen Archäologen Dr. Karstens mit seiner Frau Irene zwischen der Ausgrabungsstätte Irak-Syrien und Bayern. Lustige Kindheitserinnerungen aus München-Großhadern sind in dem Buch "Wie’s war" niedergeschrieben. Fünfzehn Jahre Ehe mit einem schizophrenen Ehepartner sind in dem dritten Buch der "Hauptgewinn" beschrieben. Der Eintritt war frei.

Kontakt: Irene Karstens, Tel. 08638/8842966

Videoclips von der Buchlesung
   
(Aufnahmen der Lieder siehe Audio)
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Lied: es war amal am Abend spat o
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Lied: feinsein, beinander bleibn
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Lied: wann i aufsteig vom Toi
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Lied: kimmt schee hoamli die Nacht
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Gsangl ganz wie daheim. Bekannte Volkslieder im Dreigesang von Irene Karstens und ihren Töchtern. Die Lesung und der Gesang gefiel den Gästen so gut, dass viele bis spät in die Nacht blieben und teilweise mitsangen.
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Regionalfernsehen Rosenheim
Wachsfiguren von Irene Karstens aus Aschau am Inn

Freitag, 24.10.2014


Wachsfiguren von Irene Karstens aus Aschau am Inn

251 Liebesbriefe hat Irene Karstens von 1975 bis 1986 mit ihrem Mann, einem vorderasiatischen Archäologen ausgetauscht und diesen Briefwechsel nun in einem Buch festgehalten. Darüber hat sie kürzlich mit meiner Kollegin Alexandra Scherer im Dienstalk geredet. Bekannt ist die Aschauerin sowohl in der Region, als auch bayernweit sowie in der Schweiz und Österreich, aber vor allem durch ihre Fatschenkindl geworden. Eine Leidenschaft, die die 78-Jährige aber nun gesundheitsbedingt aufgeben muss und möchte.

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Regionalfernsehen Rosenheim
Liebesbriefe aus Syrien

Dienstag, 30.09.2014


rfo mediathek - Liebesbriefe aus Syrien

Fast 10 Jahre lang, stand Irene Karstens aus Aschau am Inn, nur über handgeschriebene Briefe, mit ihrem Mann in Kontakt. Ihr Mann war ihre große Liebe. Er arbeitete als Archäologe in Syrien und grub zahlreiche historische Gegenstände aus. Vor 2 Jahren verstarb Irenes große Liebe. Der Tod ihres Mannes, brachte sie dazu, alle handgeschriebenen Liebesbriefe zu sammeln und ein Buch aus diesen Briefen zu verfassen. Aus 251 Liebesbriefen entstand, das Buch 'Sehnsucht, Tagebuch einer ungewöhnlichen Liebe', das sie ihrem Mann gewidmet hat. Im Dienstalk erzählt sie von ihrer außergewöhnlichen Liebe und persönlichen Erlebnissen in Syrien.


Bayern, Nahost und die große Liebe
Freitag, 02.05.2014


"Ich habe es nicht nur zur Trauerbewältigung geschrieben", sagt Irene Karstens
über ihr Buch "Sehnsucht". Foto: amu - Bayern, Nahost und die große Liebe

„Ich möchte, dass Du bei mir bist und ich mich ganz fest an Dich hinkuscheln kann und Du mich in Deine Arme nimmst und festhälst, damit ich Deine Wärme und Nähe spüren kann. Du bist manchmal so weit weg von mir, so gar nicht zu greifen und das macht mich ganz unglücklich. Halte mich fest in deinem Herzen und vergiß mich nicht.“ Diese rührenden Worte hat Irene Karstens aus Aschau an ihren Mann geschrieben, der über viele Jahre hinweg als Archäologe im Irak und in Syrien unterwegs war. Als Karsten Karstens vor rund einem Jahr verstirbt, entschließt sich die 78-Jährige dazu, den Briefwechsel zwischen ihr und ihrem Mann in einem Buch zu veröffentlichen. „Sehnsucht“ beschreibt die ungewöhnliche Liebe des Ehepaars, gleichzeitig ist es aber auch Reise- und Erlebnisbericht.

Der Tod ihres Mannes war ein schwerer Schlag für Irene Karstens. „Wir hatten uns sehr gern“, betont die 78-Jährige immer wieder. Wie gern wird einem bewusst, wenn man die liebevollen Zeilen in „Sehnsucht“ liest, die sich Irene Karstens und ihr Mann jahrelang geschrieben haben. Von 1975 bis 1986 war Karsten als Vorderasiatischer Archäologe viel im Ausland unterwegs, meist zwei bis drei Monate am Stück. Diese Zeiten überbrückten die beiden mit insgesamt 251 Briefen, die neben sehr persönlichen und romantischen Passagen auch viel Unterhaltsames und Wissenswertes enthalten. So erfährt man in „Sehnsucht“ zum Beispiel viel über die Ausgrabungen in Syrien und im Irak, auch interessante Fotos sind beigefügt.

Eine zeitlang war Irene Karstens als Köchin auch zusammen mit ihrem Mann in Syrien. „Ich wollte baden gehen und stand im Badeanzug am Jordan. Als ich mich umdrehte, sah ich, dass mich eine Horde einheimischer Arbeiter beobachtete, die Frauen dort tragen ja keine Badeanzüge“, erinnert sich die Aschauerin an eine Begebenheit. Auch in Bayern hat sie in den Jahren einiges erlebt und ihrem Karsten davon natürlich in den Briefen berichtet. Einer Bekannten half Irene zum Beispiel dabei, ein Kälbchen auf die Welt zu bringen.

Weil es hauptsächlich um die Liebe von Irene und Karsten zueinander geht, gibt es in „Sehnsucht“ auch ein paar „erotische“ Passagen. „Ich möchte Deine Küsse trinken und mich an ihnen berauschen, wie eine Hummel, die zu viel Nektar kostete und davon ganz taumelig wird. Ich möchte in Dir aufgehen, weich und anschmiegsam, wie ein Stück Wachs, mit dem Du machen kannst was Du willst“, schrieb Irene am 4. Mai 1977. „Das ist aber auch schon das Pikanteste, was in dem Buch zu finden ist“, schmunzelt die 78-Jährige.

Immer noch geht der Tod ihres Mannes der Aschauerin sehr nah und beim Lesen einiger Zeilen kommen ihr die Tränen. „Das Buch habe ich aber nicht nur zur Trauerbewältigung geschrieben“, betont sie. Die Geschichten „drumherum“ seien einfach lesenswert. Und weil es aus dem Leben der 78-Jährigen noch viel mehr zu erzählen gibt, sitzt sie aktuell schon an ihrem zweiten Werk. „Es sind Kindheitserinnerungen“, verkündet Karstens. „Lustige Begebenheiten, aber auch Geschichten aus den Kriegs- und Nachkriegsjahren.“ Das Buch entsteht am Laptop in ihrer kleinen Küche in Aschau – hier, wo Irene auch die Briefe ihres geliebten Karsten abgetippt hat.

„Sehnsucht“ ist in den Herzog-Buchhandlungen in Mühldorf und Waldkraiburg erhältlich. amu


Verein "Die schöne Münchnerin e.V."


"Unser Verein - Gründung mit Irene Karstens (vormals Rau)"


251 Briefe einer großen Liebe
Irene Karstens
21.12.2013 - Waldkraiburg


OVB online - 251 Briefe von einer großen Liebe


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Buchhandlung Herzog
Berliner Straße 24, 84478 Waldkraiburg


Verwirrung am Ampfinger Bahnhof
Irene Karstens
20.11.2009 - Mühldorf



Wie komme ich da rüber?
Irene Karstens
17.11.2009 - Lk Mühldorf




Der Stadtgeschichte verbunden
Karsten Karstens
11.04.2013 - Waldkraiburg


Der Stadtgeschichte verbunden - - - 11.04.13 Waldkraiburg


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Barthel Hrouda
Fotostrecke bei FLIKR
(mit Saad)

 






 
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