Irene Karstens
Poesie
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Prosa, Erzählungen, Erlebnisse


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Irene Karstens

Beinander sitzn


Beinander sitzn

i wollt ins Café gehn zum ratschn
doch leider muas i fahrn, denn i konn kaum hatschn.

Ah da hintn der Tisch is no frei
is sitz mi kaum nieder, kummt scho'd Bedienung herbei.
I iss mein Kuacha, trink aus mein Kaffee,
kaum setz i mi nieder zu am Schmäh,
"Kellnerin zoin!" - und schleich wieder hoam,
in meine 4 Wänd.
Jetzt sitz i do und foit meine Händ.

"Du liaber Gott! Host mi leicht vergessn?
I war so gern im Kaffee mit wem beinander gsessn!"
Da werd mir bewußt: de andern geht's genau aso,
de sitz'n do aloa, ob Frau, ob Mo.

Sehnsüchtig schauns ind Rundn,
ham koan Gesprächspartner gfundn
I denk 'do muass ma wos doa,
denn schließlich sitzt koana gern alloa.'

A blau's Blümchen ans Revers,
des sogt da: "setz di doch her,
I möcht gern mit dir redn!"
I glab des gfreiat an jedn,
der einsam und aloa is dahoam,
nachdem sei Partner is storbn.

A für olle Andern war des richtig,
denn beinander sitzn, des is wichtig!

 

 


Irene Karstens

Der Bergsteiger


Der Bergsteiger

morgn, do is Wanderdog,
I bin glei dabei!
Berg rauf und runter
im herrlichen Mai!

Wanderschua hob i ma kafft,
glei zwoa Paar .
A Jackn, an Rucksack
und wos für auf'd Haar.

An Stecka in'd Hand ... und los,
denn in meim Kopf, da bin i ganz groß...
Von wegn 'scho z'oid' - I wer's eich no zoagn -
morgn am Berg, do bin i ganz vorn!

Aber, wenn i ma's recht überleg,
i glab, i bleib liaba dahoam!

 

 


Irene Karstens

Geborgen in meinem Haus


Geborgen in meinem Haus

Siehst du die Wolken, die sich türmen?
Hörst du die Winde, wie sie stürmen?
Jaulend und wütend ziehen sie weiter,
Blitz, Donner und Regen als Begleiter.

Ich wollte eigentlich mal wieder wandern,
spazieren gehen mit den Andern.
Doch das Wasser prasselt an meine Fensterscheiben,
da lass' ich es lieber wieder bleiben.

Nun sitz ich warm und geborgen in meinem Haus,
da macht mir Wind, Blitz und Regen nichts mehr aus.



 

 


Irene Karstens

Das Leben


Das Leben

Das Leben kämpft um das Leben.
Keiner will sich kampflos ergeben.
Was ist's, das uns festhält auf dieser Erdn,
der wir doch oftmals so überdrüssig werden.

Du sehnst dich nach dem Garten Eden,
doch das Schicksal läßt nicht mit sich reden.
Du bleibst hier bis zum bitteren Ende,
rackerst dich ab, und hoffst auf eine Wende...

Jeder denkt, er ist der Höchste und Beste -
und nur er trägt eine saubere Weste.
Er spuckt dem Nachbarn 'mit Anstand' ins Essen,
denn nur er kann, was für den gut ist, ermessen.

So wird das Leben dir hart, schwer und über,
O du mein Gott da oben, ich gehe lieber...
Aber das Leben in dir kämpft um das Leben,
es will dir den ersehnten Abschied nicht geben.

Du wirst noch gebraucht, weißt zwar nicht wofür,
Warte... die Vorsehung zeigt es dir ...

 

 

 


Irene Karstens

Wohin ist die Zeit


Wohin ist die Zeit

Wohin nur ist die Zeit verschwunden,
die ich so glücklich mit dir verbracht?
Obgleich ich immer noch mit dir verbunden,
streif ich einsam und allein durch die Nacht.

Du gabst mir Frieden und Seligkeit,
hast mich von Kummer und Sorgen befreit.
Ich suche ständig den Weg zu dir -
doch bleibt für mich verborgen die Tür...

Keine Straße, sei sie noch so schmal,
führt zu dir in das friedliche Tal.
So will ich nun ändern meinen Sinn,
und sehen, wo führen mich neue Wege hin.
.

 

 


Irene Karstens

holder Mai


holder Mai

o du herrlicher Mai,
nun kommst du mit Macht herbei!
linde Lüfte durchziehen Feld und Auen,
nach des Winters Kälte uns seine Pracht zu schauen.

Gärten zieren sich mit lila Kissen,
himmelblau färbt Männertreu die Wiesen.
Der Duft des Frühlings schmeichelt deiner Sinne -
freudig und berauscht hältst du inne...

Vorüber ist die Trauer, die deine Seele besetzt...
die Träne, die dein Auge genetzt.
Meine Gedanken ziehen wie Vögel dahin,
sie sagen dir in der Ferne, wie glücklich ich bin!

 

 


Irene Karstens

im stillen Kämmerlein...


Im stillen Kämmerlein

Du und ich im stillen Kämmerlein,
bei traulichem Beisammensein.
Wo sich Herz zu Herzen findet,
Zärtlichkeit, die Seelen bindet.

Wo bist du nur, ich sehne mich nach dir -
komm herbei, ich öffne dir die Tür!

 

 


Irene Karstens

an Dich


an Dich

ach komm noch mal rüber zu mir,
ich hab große Sehnsucht nach dir.

Ich kann dich nicht finden,
du bist so weit fort -
Es gibt keinen Weg zu diesem Ort...

Die Schatten, sie ziehen dahin,
dorthin, wo so einsam ich bin...
Ich werde dich finden -
und glücklich sein dort!
Es gibt einen Weg ... zu Diesem Ort!

 

 


Irene Karstens

Ich hab Dich lieb


Ich hab Dich lieb

Hast du dich verloren im Labyrinth deines Lebens?
ist der Himmel grau und trüb?

Ich schicke dir einen Strauß Rosen,
und sage Dir, ich hab Dich lieb!

 

 


Irene Karstens

Regen & Segen


Regen & Segen

Regen Regen Regen -
Segen Segen Segen?

Doch ein Regen ohne Sonne -
für die Erde keine Wonne!

Der Himmel wenig schön,
kein bisschen blau zu sehn.
komm heraus, du gelber Stern da oben,
leuchte uns, nicht zu viel,
dann wollen wir dich loben!

 


 


Irene Karstens
Größenwahn


Größenwahn

Wer bist du, wer denkst du zu sein,
bist du ein Gott und deshalb so allein?
Du stehst ganz weit oben,
die andern tief unter dir.
Alle schauen - so glaubst du - auf zu dir,
zu bewundern deine enorme Größe.

So pass denn auf, du da oben,
und gib dir ja keine Blöße.
Denn einmal ein Minus in deinem Streben,
und vorbei ist''s mit dem Glanz im Leben.

Der Sturz ist tief, vom hohen Thron.
Für das, was du einst gewesen, gibt es keinen Lohn.
Gestrandet durch die Tücke des Lebens,
auf Beifall hoffst du nun vergebens.

 

 


 


Irene Karstens

Himmel auf Erden

Himmel auf Erden

Suchst du den Himmel auf Erden -
und möchtest du glücklich werden,
so zögere nicht, bis alles zu spät,
und das Glück, das du erhofft, wieder ins Wanken gerät.

Es hat schon so mancher alles zu lang bedacht
und sich so um eine schön're Zukunft gebracht.
Du denkst und denkst, und läßst's dich verdrießen,
weitere und negative Gedanken sprießen.

Doch wage den Versuch zu etwas Neuem,
ich glaube d'ran, es wird dich nicht gereuen.
Du hast mit deinen Gedichten eine Glut entfacht,
doch hab' ich mir die Folgen anders gedacht.

Enttäuschung keimt auf, macht zunichte die Minne,
ist das gewollt, und auch in deinem Sinne?
So leb' denn wohl, du Postillion d'Amour,
so bleiben statt rosa, die grauen Tage nur.

 

 




 
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